Am 30. April trafen sich in Doberlug-Kirchhain Menschen aus Forstwirtschaft, Handwerk, Planung, Verwaltung und regionalen Betrieben zum Auftakt des Netzwerks „Heimatholz Brandenburg". Die gemeinsame Frage: Wie schaffen wir es, dass Holz aus Brandenburg wieder stärker in Brandenburg genutzt wird?
Denn eigentlich ist vieles bereits da: Wälder, erfahrene Betriebe, Wissen und Menschen, die anpacken wollen. Trotzdem landet heimisches Holz noch zu selten in regionalen Bauprojekten. Zwischen Wald und Baustelle fehlen oft Sichtbarkeit, Vernetzung und gute Wege der Zusammenarbeit.
Genau hier setzt Heimatholz Brandenburg an. Beim Workshop wurde deutlich, dass es nicht nur um Holz geht, sondern auch um regionale Identität, kurze Wege und die Frage, wie Wertschöpfung wieder stärker vor Ort bleiben kann. Viele Teilnehmende waren sich einig: Regionales Holz sollte in öffentlichen und privaten Bauprojekten selbstverständlicher werden – vom kleinen Innenausbau bis zu kommunalen Vorhaben im Außenbereich.
Besonders wichtig war den Beteiligten die Idee, bestehende Projekte sichtbarer zu machen. Wer arbeitet bereits mit regionalem Holz? Welche Produkte entstehen schon heute in der Lausitz und in Brandenburg? Daraus könnte künftig ein gemeinsamer digitaler Katalog entstehen, der zeigt, was regional bereits möglich ist.
Auch erste Ideen für mehr Aufmerksamkeit wurden diskutiert – etwa eine „Ich nutze Heimatholz"-Kampagne mit Aufklebern, Labels oder sichtbaren Hinweisen auf Produkten und Projekte aus regionalem Holz. Ziel ist nicht Werbung, sondern mehr Bewusstsein dafür, was direkt vor unserer Haustür entsteht.
Der Workshop hat gezeigt: Viele Menschen wollen etwas bewegen – und es gibt großes Interesse daran, regionale Kreisläufe wieder stärker aufzubauen. Heimatholz Brandenburg versteht sich deshalb als offenes Netzwerk, das Menschen zusammenbringt, Erfahrungen sichtbar macht und konkrete Projekte unterstützt.
Gerade jetzt ist ein guter Zeitpunkt, Teil davon zu werden. Wer mit Holz arbeitet, baut, plant, gestaltet oder sich einfach für regionale Lösungen interessiert, ist eingeladen, sich einzubringen und mit anderen zu vernetzen.
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